16. AG-Vortragstagung der GPZ-AG (8) Saatgut und Sortenwesen vom 10. bis 11. April 2018 in Gatersleben “Prüfungsmethoden und Forschungsansätze zur Saatgutqualität”

– 155 Teilnehmer –

Organisation:
Andreas Börner (AG-Leiter, Gatersleben),
Berta Killermann (Freising) und
Ulrike Lohwasser (Gatersleben)

Vom 10. bis 11. April 2018 fand in Gatersleben eine Tagung der Arbeitsgruppe Saatgut und Sortenwesen der GPZ und GPW gemeinsam mit dem Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) statt. Insgesamt 155 Teilnehmer aus 15 Ländern diskutierten zum Thema:

“ Prüfungsmethoden und Forschungsansätze zur Saatgutqualität”.

Die Qualität von Saatgut ist eine wesentliche Voraussetzung für die Keimung und das Wachstum der sich daraus entwickelnden Pflanzen. Dabei hat jedes noch so kleine Samenkorn ein Eigenleben. Wann es keimt, wie schnell es keimt und wie kräftig der Spross ist, hängt zum einen von der Erbinformation ab, die ihm die Mutterpflanze mitgibt, andererseits aber auch von den Bedingungen, unter denen das Saatgut geerntet und gelagert wird. Im Kontext der künftigen Ernährungssicherheit kommt der Qualität von Saatgut eine Schlüsselrolle zu. Genau dieser Thematik widmete sich die internationale GPZ-GPW Tagung, die am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben stattgefunden hat.

Eröffnet wurde die Tagung durch einen Vortrag von Andreas Wais, dem Generalsekretär der International Seed Testing Association (ISTA), die ihren Sitz in der Schweiz hat und zu deren Mitgliedern Saatgutorganisationen aus insgesamt 70 Ländern zählen. Es folgten Beiträge zur automatischen Analyse der Samenkeimung sowie zur Vererbung der Fähigkeit von Saatgut möglichst lange zu überleben.

Gekoppelt an das Vortragsprogramm war ein Workshop, organisiert vom Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten. Mittels spezieller Färbetechnik wurde Saatgut unter anderem von Sonnenblume, Gerste, Fenchel und Weidelgras behandelt und präpariert. Unter Verwendung von Mikroskopen konnte anschließend die Lebensfähigkeit der Samen bestimmt werden.

Es ist geplant, die nächste Saatguttagung in zwei Jahren in Österreich durchzuführen.

Andreas Börner, IPK Gatersleben (Leiter der AG Saatgut und Sortenwesen)